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Freitag, 27.02.2026 00:15 Uhr | Daniel Oenning

0:1 in Bocholt- RWO raus aus dem Niederrheinpokal

Rot-Weiß Oberhausen hat das Halbfinale im Niederrheinpokal gegen den MSV Duisburg verpasst. Im praemium-Park am Hünting stand nach 120 Minuten Pokalfight eine 0:1 (0:0)-Pleite gegen den Ligakonkurrenten 1.FC Bocholt. Für die Hausherren machte Jesaja Herrmann durch das Tor des Tages in der 110.Spielminute alles klar und sorgte dafür, dass der Hünting Kopf stand.

RWO-Cheftrainer Sebastian Gunkel nahm gegenüber dem 2:2-Remis gegen den SV Rödinghausen am vergangenen Samstag eine Änderung in der Starformation vor und schickte Pierre Fassnacht von Beginn an aufs Feld, dafür nahm Michel Niemeyer zunächst auf der Bank Platz. Oberhausens Coach konnte in Bocholt aus dem Vollen schöpfen und hatte mit 24 Spielern den gesamten Kader an Bord.

Von Beginn an zeigten beide Mannschaften dann vor 3276 Zuschauern, dass sie die Bedeutung dieses Spiels durchaus verstanden haben. In den roten Pokal-Trikots starteten die Kleeblätter engagiert und verzeichneten durch Seok-ju Hong bereits in der 3. Minute den ersten gefährlichen Abschluss, der jedoch knapp am Pfosten vorbeistrich. Schnell wurde deutlich ,dass spielerische Glanzlichter auf dem tiefen und schwierig zu bespielenden Bocholter Rasen schwer zu setzen sein würden. RWO verbuchte in der Anfangsphase der Partie zwar mehr Spielanteile, doch die Hausherren hielten mit bissigen Zweikämpfen und schnellen Umschaltmomenten über die schnellen Offensivkräfte Marvin Lorch und Jesaja Herrmann dagegen. Nach einer knappen halben Stunde näherten sich die Oberhausener dem Gehäuse von FC-Keeper Paul Grave dann immer mehr an.

In der 39. Minute hatten die mitgereisten RWO-Fans den Torschrei bereits auf den Lippen als der Ball nach einem Querschläger in der Bocholter Hintermannschaft direkt vor den Füßen von Kapitän Nico Klaß landete, doch der Abwehrchef das Leder aus aussichtsreicher Position über die Querlatte schoss – die bis dato beste Gelegenheit der Partie. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es dann auch emotional nochmal hitziger und binnen einer Minute sahen sowohl Oberhausens Burinyuy Nyuydine nach einem Foulspiel (37.) als auch Bocholts Stipe Batarilo wegen lautstarken Reklamierens (38.) die Gelbe Karte.

Lucas Halangk versuchte es in der Schlussminute der ersten Halbzeit noch einmal aus 16 Metern, verfehlte das Ziel jedoch deutlich. Der praemium-Park bekam in den ersten 45 Minuten einen Pokalfight geboten, bei dem sich beide Defensivreihen kaum Blöße gaben und dementsprechend wenig Torraumszenen kreiert wurden. RWO investierte viel und wirkte in der Anlage etwas reifer, doch die Bocholter versuchten immer wieder Nadelstiche zu setzen. Mit einem leistungsgerechten, torlosen Unentschieden ging es in die Kabinen.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel knüpfte die Partie an das Bild der ersten Hälfte an- die Kleeblätter kontrollierten weitestgehend das Spielgerät, während die Hausherren tief standen und auf Umschaltmomente lauerten. Torchancen blieben jedoch weiterhin Mangelware, da beide Defensivreihen extrem konzentriert zu Werke gingen und nichts anbrennen ließen. Um neue Impulse zu setzen, reagierte Sebastian Gunkel nach einer knappen Stunde und brachte frisches Personal. Zunächst kam Tim Krohn für Timur Kesim (59.),kurz darauf folgten die Routiniers Moritz Stoppelkamp und Michel Niemeyer (66.).Insbesondere Stoppelkamp belebte das Offensivspiel der Oberhausener sichtlich und riss viele Bälle an sich, scheiterte jedoch mit seinem Abschluss in der 73. Minute.

Je näher der Abpfiff dann rückte, desto mehr riskierte auch die Elf vom Hünting. In der 88. Minute drückte Bocholt massiv auf die Entscheidung und erzwang mehrere Standardsituationen, die die RWO-Hintermannschaft noch souverän klären konnte. In der zweiminütigen Nachspielzeit hatten die Oberhausener Fans dann den Siegtreffer bereits vor Augen: Tim Krohn tankte sich mit einer starken Einzelleistung in den gegnerischen Sechzehner durch, konnte aber nicht entscheidend abschließen und blieb an Bocholter Beinen hängen. Es ging also in die Verlängerung und es wurde hitzig, ohne dass das Spiel dabei an Qualität zulegte. Kurz vor Ende der ersten 15 Minuten prüfte Bocholt RWO-Keeper Kevin Kratzsch, der ansonsten einen ruhigen Tag verlebte, aus dem Getümmel heraus und Kratzsch konnte mit einer sehenswerten Flugeinlage parieren. Die zweite Hälfte der Verlängerung war gerade fünf Minuten alt, da brachte Jesaja Herrmann den Hünting zum Beben und versetzte die mitgereisten Kleeblätter in Schockstarre. Schön in Szene gesetzt von Johannes Dörfler über den rechten Flügel konnte Bocholts Winter-Neuzugang das Leder so gerade noch über die Linie drücken und die Fans des FCB in Ekstase zu versetzen. RWO rannte in den Schlussminuten weiter an, warf alles nach vorne, konnte aber keine weiteren Chancen mehr erzwingen. In der Nachspielzeit der Verlängerung sah Tim Krohn nach einem Foulspiel an Patrick Kurzen und anschließendem Disput zudem noch die Gelb-Rote Karte (120.+1).

1. FC Bocholt

1. Mannschaft

1:0 (0:0)

Rot-Weiß Oberhausen

1. Mannschaft

119'
Gelb-rote Karte
Gelb-rote Karte
118'
Gelbe Karte
Gelbe Karte
113'
Wechsel
Wechsel
110'
Tor
Tor
106'
Wechsel
Wechsel
105'
Gelbe Karte
Gelbe Karte
105'
Wechsel
Wechsel
104'
Wechsel
Wechsel
99'
Wechsel
Wechsel
98'
Gelbe Karte
Gelbe Karte
70'
Wechsel
Wechsel
70'
Wechsel
Wechsel
66'
Wechsel
Wechsel
66'
Wechsel
Wechsel
59'
Wechsel
Wechsel
55'
Gelbe Karte
Gelbe Karte
38'
Gelbe Karte
Gelbe Karte
37'
Gelbe Karte
Gelbe Karte
Aufstellung
FCB: Donner, Batarilo, Budimbu, Lanius, Hot, Mensah, Lorch, Ciccarelli, Herrmann, Grave, Seidel
RWO: Kratzsch, Fassnacht, Murray, Kesim, Gueye, Klaß, Ngyombo, Hong, Nyuydine, Schlax, Halangk