RWO unterliegt Lokomotive im Testspiel knapp
Rot-Weiß Oberhausen musste sich auch im zweiten Testspiel der Wintervorbereitung geschlagen geben. Im Side Star Sport Complex verloren die Rot-Weißen das auf Augenhöhe geführte Duell gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig aufgrund zweier später Treffer mit 1:3 (1:1).
Spielzusammenfassung
Schon von Beginn an war klar, dass es ein intensives Testspiel werden sollte. Nicht nur auf den Rängen der gut gefüllten Haupttribüne duellierten sich die beiden Fanlager mit ihren Gesängen, sondern auch auf dem Rasen schenkten sich die Regionalliga-Topteams nichts. Die Leipziger liefen hoch an und machten Druck auf den Oberhausener Spielaufbau, RWO bewies aber Ruhe im Spiel mit dem Ball und ließ sich nicht zu Fehlern zwingen. Aus dem Spiel heraus taten sich beide Teams zunächst schwer Chancen zu kreieren. So war es ein Eckball, der den ersten Treffer des Tages herbeibrachte: Die Oberhausener Defensive ließ Lok-Neuzugang Filip Kusic viel zu frei zum Kopfball kommen. Der erfahrene Abwehrspezialist nutzte seinen Freiraum und erzielte per Kopf das 1:0 für die Leipziger (14.). Die Kleeblätter wollten den Rückstand aber nicht lange auf sich sitzen lassen und kamen mit der ersten Aktion nach dem Wiederanpfiff zum Ausgleich – ebenfalls nach einer Ecke. Lok konnte den Ball nicht schnell genug aus der Gefahrenzone bringen und ermöglichte Eric Gueye so die Möglichkeit zum Abschluss. Der Oberhausener stellte einmal mehr seine Abschlussqualitäten unter Beweis und drosch die Kugel kraftvoll ins Netz (15.). Bis zur Pause bekamen die Kleeblätter mehr Ballbesitz, konnten diesen aber nicht in Torgefahr umwandeln. Nach 34 Minuten wurde es erneut nach einem ruhenden Ball gefährlich vor dem RWO-Tor. Keeper Ryan Valentine faustete einen Eckball zu zentral auf den Schlappen von Farid Abderahmane, der nicht lang fackelte und Valentine zu einer starken Parade zwang. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte die Gunkel-Elf dann die große Chance auf die Führung. Neuzugang Tim Krohn wurde mit einem langen Pass gut in Szene gesetzt. Der Angreifer setzte sich im Zweikampf gegen seinen Gegenspieler stark durch und konnte im Strafraum nur mit einem Foul gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß schnappte sich Gueye, der wieder seine „rechte Klebe“ auspackte, in der Latte diesmal allerdings seinen Meister fand (44.).
Beide Trainer wechselten zur Pause fleißig durch und kamen jeweils mit einer nahezu komplett neuen Elf zurück auf das Feld. Das zeigte sich auch im Spielfluss, denn beide Mannschaften brauchten einige Zeit, um wieder in die Partie zu finden. Am schnellsten gelang das allerdings dem Nordost-Regionalligisten. In ihrer ersten richtigen Drangphase des Spiels, scheiterte Luc Elsner zunächst am Pfosten (61.) und wenig später an einer tollen Parade von Valentine (62.). RWO fehlte in dieser Phase sowohl die Konsequenz als auch die Zuteilung im Abwehrverbund, was der quirlige Ayodele Adetula zu nutzen wusste. Mit Tempo zog er ein kurzes Dribbling an und beförderte das Spielgerät dann trocken ins untere Eck (72.). Doch die Kleeblätter wollten auch nach dem zweiten Rückstand nicht aufstecken und suchten ihr Heil wieder in der gegnerischen Hälfte. Nach einem Ballgewinn auf der linken Seite setzte Burinyuy Nyuydine zur Einzelaktion an, zog in den Strafraum und schoss das Kunstleder aus halblinker Position knapp über den Querbalken (75.). Nur fünf Minuten später kombinierten sich die Rot-Weißen mit viel Tempo durch das Zentrum. So kam Cankoray Mutlu relativ unbedrängt zum Abschluss, scheiterte aber an einer guten Fußabwehr von Andreas Naumann im Lok-Tor. Die letzte richtig gute Gelegenheit zum Ausgleich hatte dann Elias Demirarslan, der nach einem Freistoß von Ayman Aourir in den Ball grätschte, Naumann damit aber erneut nicht überwinden konnte (84.). RWO warf dann noch einmal alles nach vorne und es kam, was kommen musste: Nach einem Ballverlust konterte Leipzig die Kleeblätter klassisch aus und Stefan Maderer erzielte mit einem satten Schuss den 1:3-Endstand aus Sicht der Gunkel-Elf.
Damit steht für RWO die zweite Niederlage der Vorbereitung fest. Am kommenden Sonntag wartet dann zum Abschluss des Trainingslagers das letzte Testspiel vor dem Beginn der Restrunde in der Regionalliga West. Um 13 Uhr deutscher Zeit treffen die Kleeblätter dann auf den FSV Luckenwalde.
Rot-Weiß Oberhausen
1. Mannschaft
Lokomotive Leipzig
1.Mannschaft
