Aufstieg in 2. Liga: RWO Endurance triumphiert
Historischer Meilenstein für den Oberhausener Ausdauersport: Die erste Männermannschaft des RWO Endurance Teams hat am gestrigen Sonntag beim Teamsprint in Krefeld den Tagessieg in der 1. Regionalliga NRW geholt.
Mit diesem Erfolg baut das Team die Führung in der Gesamttabelle aus und sichert sich bereits vor dem letzten Saisonrennen den vorzeitigen Aufstieg in die 2. Bundesliga. Es ist der fünfte Aufstieg im fünften Ligajahr – ein beispielloser Durchmarsch von der untersten Spielklasse bis in die zweithöchste deutsche Liga.
Beim vierten von fünf Saisonwettkämpfen vertraten Timo Schaffeld, Luca Fröhling, Tyler Smuda und Tobias Hallebach die rot-weißen Farben. Das Quartett erwischte einen guten Start im Wasser und ging geschlossen unter den ersten Athleten des Gesamtfeldes in die erste Wechselzone.
Beim Format des Teamsprints, bei dem das windschattenfahrende Team als Einheit zusammenarbeiten muss, setzten sich die Oberhausener auf den ersten Radkilometern direkt an die Spitze des Feldes. Auf der zweiten Radrunde zog zwar die Vertretung aus Düsseldorf vorbei, doch beim abschließenden Lauf schlug das RWO-Team zurück: Bereits auf dem ersten Kilometer holte sich die Mannschaft die Führung zurück, verteidigte diese souverän und lief mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung zum Tagessieg.
Stimmen der Athleten: Teamgeist als Erfolgsgeheimnis
Die Stimmung nach dem Zieleinlauf war bei allen vier Athleten geprägt von Stolz und Vorfreude auf die neue Herausforderung in der kommenden Saison.
Timo Schaffeld
Timo Schaffeld, der seit der ersten Stunde Mannschaftskapitän ist, blickte stolz und zufrieden zurück:
„2022 hat alles in der Landesliga begonnen. Mit dem fünften Aufstieg in Folge sind wir nun endlich in der 2. Bundesliga angekommen und werden im nächsten Jahr das Kleeblatt in der ganzen Republik repräsentieren. Was als Traum begonnen hat, ist jetzt Realität geworden. Ich bin unfassbar stolz auf all die Jungs, die über die Jahre dazu beigetragen haben.“
Tyler Smuda
Auch Tyler Smuda zog ein rundum positives Fazit, blickt aber bereits voraus:
„Der Wettkampf war einfach eine großartige Teamleistung und für mich persönlich der krönende Abschluss einer erfolgreichen Saison in Deutschland! Leider kann ich beim Finale und der Aufstiegsfeier wegen der Hawaii-Vorbereitung in Phuket nicht dabei sein. Ich wünsche meiner Mannschaft nur das Beste!“
Tobias Hallebach
Tobias Hallebach betonte trotz persönlicher Pechsträhne durch Verletzungen die Verlässlichkeit der Mannschaft:
„Ich hatte gehofft, die Mannschaft trotz Verletzung noch bis zum Laufen unterstützen zu können, aber ohne viel Radtraining kam ich bei den Jungs nicht mit. Es macht mich aber sehr stolz, dass man sich in diesem Team auf jeden einzelnen verlassen kann, auch wenn es manchmal persönlich nicht gut läuft. Als ich vor vier Jahren zum Team dazugestoßen bin, hatten wir einen entfernten Traum. Den haben wir uns mit viel Arbeit, Konstanz und Willen erarbeitet. Der Aufstieg ist nicht das Resultat einer guten Saison, vielmehr von Teamgeist und Freude am Triathlon der letzten Jahre.“
Luca Fröhling
Luca Fröhling richtete den Blick ebenfalls direkt auf die kommende Saison:
„Ich bin super glücklich über den Tagessieg und den damit verbundenen Aufstieg in die 2. Bundesliga! Persönlich habe ich zwar nicht den besten Tag erwischt, aber definitiv noch mal Motivation gesammelt, über den Winter extrem hart zu arbeiten. Unser großes Ziel für nächstes Jahr – erstmalig ohne Aufstiegsambitionen – ist es, eine geile Debütsaison mit dem Team hinzulegen.“
Wachstum einer Triathlon-Familie und Blick auf den Meistertitel
Neben dem sportlichen Erfolg betont Timo Schaffeld vor allem die Entwicklung der gesamten Abteilung: „Der Verein und das Team sind einfach wie eine Familie geworden. Das Wichtigste ist, dass niemand über die Jahre den Spaß am Triathlon und Ligabetrieb verloren hat. Während wir im ersten Ligajahr gerade einmal acht Leute waren, sind wir mittlerweile auf über 50 Athleten herangewachsen, die aktiv in einer unserer sechs Ligamannschaften starten.“
Obwohl der Aufstieg in das Unterhaus der Bundesliga bereits feststeht, denkt das Team nicht an ein Ausrollen im letzten Saisonrennen: „Das Ziel für Krefeld war klar: Tagessieg und Bundesligaaufstieg klarmachen, um im letzten Rennen dann alles auf den Meistertitel zu legen. Wir sind nie angetreten, um nur dabei zu sein – wir wollen auch im letzten Rennen oben mitmischen und uns im nächsten Jahr auf der ganz großen Bühne zeigen“, so Schaffeld kampflustig.
