RWO verpasst Heimsieg
Rot-Weiß Oberhausen hat sich in einem dramatischen Westschlager gegen den Wuppertaler SV mit einem 2:2-Unentschieden getrennt. In einer wilden Schlussphase bewiesen die Kleeblätter zwar große Moral, mussten sich nach dem späten Ausgleich aber mit einem Ergebnis zufriedengeben, das sich insgesamt eher wie zwei verlorene Punkte anfühlt.
RWO begann die Partie vor heimischer Kulisse druckvoll und setzte die Gäste von Beginn an unter Druck. Bereits in der 6. Minute brachte Timur Mehmet Kesim die Rot-Weißen per Kopf nach einem Freistoß verdient mit 1:0 in Führung. Auch in der Folge blieb Oberhausen tonangebend, erspielte sich weitere Möglichkeiten und hielt den WSV weitgehend vom eigenen Tor fern. Bis zur Pause kontrollierten die Kleeblätter das Geschehen, ohne jedoch nachzulegen – ein zweiter Treffer hätte dem Spiel früh eine klarere Richtung geben können.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild: Wuppertal wurde aktiver und Nicolas Hirschberger nutzte in der 58. Minute eine Standardsituation zum 1:1-Ausgleich. In der Folge entwickelte sich eine offenere Partie, in der RWO zwar weiterhin Akzente setzte, aber nicht mehr die gleiche Kontrolle wie im ersten Durchgang hatte.
Die Schlussphase hatte es dann in sich: In der 84. Minute gingen die Gäste durch elal Aydogan überraschend mit 2:1 in Führung – ein Wirkungstreffer in einer Phase, in der RWO eigentlich auf den eigenen Treffer drängte. Die Kleeblätter reagierten mit viel Einsatz, warfen in der langen Nachspielzeit alles nach vorne und wurden schließlich belohnt: In der 97. Minute köpfte Glody Ngyombo zum 2:2-Ausgleich ein.
Ein Punkt, der durch den späten Ausgleich zwar gesichert wird, sich nach Spielverlauf aber nicht wie ein Gewinn anfühlt. RWO war über weite Strecken die bessere Mannschaft, ließ jedoch die nötige Konsequenz vermissen.
Am Ende steht ein Remis, das zwar die Moral der Mannschaft unterstreicht, im Aufstiegsrennen jedoch eher als verpasste Gelegenheit einzuordnen ist.
