Foto zum Newsartikel Tagebuch-Liveblog aus dem Trainingslager
Profis
Sonntag, 18.01.2026 19:11 Uhr

Tagebuch-Liveblog aus dem Trainingslager

Seit Dienstag, 13. Januar, befindet sich Rot-Weiß Oberhausen im Trainingslager in der Türkei und bereitet sich dort auf die Restrunde in der Regionalliga West vor. Neben intensiven Trainingstagen und zwei Testspielen steht vor allem auch das Miteinander im Fokus. In diesem Tagebuch-Liveblog erhaltet ihr exklusive Einblicke aus Side.

Sonntag, 18. Januar - Tag 6

Ein höchstwahrscheinlich letztes Mal (sofern morgen bei der Abreise ins Ruhrgebiet nichts unglaublich Spannendes passiert) sitzt der Pressemann in seinem stillen Kämmerlein und haut in die Tagebuch-Tasten. Nachdem die ganze Woche der Fußball im Fokus war und der heutige Tag 6 wenig Außergewöhnliches bereit hielt, abgesehen von den in den letzten Tagen beschriebenen Dingen, gibt der Pressemann einfach mal einen Einblick in seinen Tagesablauf, vielleicht freut sich ja der eine oder andere über den Blick hinter die Kulissen: Wie immer ging es um 7 Uhr zum Frühstück. Gut, sind wir ehrlich... Heute eher um 7:30 Uhr. Eine Woche Trainingslager geht auch am Team hinter dem Team nicht spurlos vorbei. Nach einer Schüssel Joghurt mit frischen Früchten ging es zurück ins Zimmer, oder besser gesagt an den Schreibtisch. Denn der Vorbericht und der Liveticker wollen ja vorbereitet werden. Um 9:15 Uhr wartete dann auch am letzten Trainingstag der Bus pünktlich auf Spieler, Trainer und Co. Dort hieß es dann, gemeinsam mit der Kollegin, noch ein paar letzte Fotos vom Training schießen und ein bisschen Quatsch mit den Herren in den kurzen Hosen erzählen. Nach der Einheit ging es zu Fuß zurück ins Hotel. Man muss die drei Mahlzeiten am Tag ja schließlich irgendwie verbrennen, wenn man die Hälfte des Tages nur am Rechner sitzt (Spoiler: Das hat vermutlich nicht ganz geklappt, aber ab nächster Woche ruft wieder die benachbarte Padelhalle zum Verbrennen der Kalorien...). Um 13:45 Uhr wartete erneut der Bus am Hotel und man fuhr gemeinsam zum nahgelegenen Stadion, dessen Tribüne glücklicherweise in der prallen Sonne lag und den Arbeitstag etwas erleichterte. Nach einem kurzen Plausch mit den Fans wurde der Liveticker angeworfen und fleißig "getickert", das Ergebnis ist bekannt. Kurz nach Abpfiff dann schnell runter auf den Rasen, um festzustellen, dass es auf dem Platz deutlich kälter und vor allem windiger als auf der Tribüne war. So wurde der Cheftrainer für ein kurzes Statement zum Spiel abgefangen, der sich über diese kleine "Störung" nach Siegen meist mehr freut... Während sich das Team unter die wohlverdiente Dusche stellte, nutzten einige andere die Wartezeit für einen Blick auf die Rückseite des Stadions, wo die indische Frauen-Nationalmannschaft ein Testspiel bestritt. Für jeden Groundhopper und Fußballromantiker wäre das wohl ein wahres Fest gewesen. Auf der Bingokarte des Pressemanns stand ein Spiel der indischen Frauen-Nationalmannschaft zwar nicht, wird aber gerne mitgenommen. Zurück im Hotel ging es direkt wieder an den Laptop. Zuerst wurde der Spielbericht auf digitales Papier gebracht, wenig später wollte die aufgezeichnete Unterhaltung mit dem Übungsleiter verschriftlicht werden. Beim Öffnen der Audiodatei wurde schnell klar: Ganz schön viel Wind und dafür recht wenig Stimme zu hören... Mit ein paar geänderten Einstellungen (und einem guten Gesprächs-Gedächtnis) wurde aber auch diese Aufgabe gemeistert, pünktlich zum Abendessen. Und nun sitzt er hier, der Pressemann, und schreibt sein Tagebuch, während sich die Mannschaft unten einen gemütlichen letzten Abend macht und die Tanz- und Gesangseinlage der Neuzugänge bejubelt.

Hoffentlich hattet ihr ein wenig Spaß beim Lesen des Tagebuchs, auch wenn es manchmal vielleicht ein bisschen zu lang war. Jetzt bleibt nur noch eines zu sagen: Unterstützt die Jungs in der Restrunde. Der wilde Haufen hat es sich verdient. Und wer weiß, wofür es am Ende gut ist...

Feierabend! Nur der RWO!

Samstag, 17. Januar - Tag 5

Diesmal sogar überpünktlich um 9:15 Uhr ging es für die Rot-Weißen in den letzten Tag mit zwei Trainingseinheiten. Da ein paar Akteure in der Nacht über Magenprobleme und Erkältungssymptome klagten, musste Cheftrainer Sebastian Gunkel mit einer etwas dezimierten Truppe in den Tag starten. Ersatzweise stand Co-Trainer Lars Birlenbach bei der morgendlichen Einheit mit auf dem Feld und erntete von Spielern und Trainerkollegen sogar das eine oder andere Lob. Fokus lag vor allem auf der Spieleröffnung und den Abläufen im letzten Drittel. Kurz vor dem Mittagessen fanden sich Mannschaft, Trainer und Fans bei strahlendem Sonnenschein gemeinsam am Strand ein und posierten für ein gemeinsames Gruppenfoto. Selbstverständlich wurden dabei auch rot-weiße Schlachtrufe angestimmt, die allen Beteiligten ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Auch bei der zweiten Trainingseinheit fehlten ein paar Gesichter, das hielt den übrigen Teil des Teams aber nicht davon ab, noch einmal Vollgas zu geben. Unter der Anleitung des Trainerteams hieß es diesmal: Abschlüsse, Abschlüsse, Abschlüsse! Auf engem Raum sollten unter Zeitdruck Lösungen gefunden werden. um schnellstmöglich zum Torerfolg zu kommen. Was von außen vor allem zu erkennen war: Die Jungs hatten große Spielfreude und zogen alle voll mit. Ein gutes Zeichen im Hinblick auf den nunmehr fünften harten Tag in Folge.



Freitag, 16. Januar – Tag 4

Das Frühstücksbuffet wurde zu Beginn von Tag vier von einigen Akteuren etwas später aufgesucht als üblich. Ob das in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Fanabend am Donnerstag zu hatte, lässt sich für uns nicht eindeutig klären… Gegen einsetzende Müdigkeit wurde die Abfahrt zum Trainingsplatz um 15 Minuten auf 9 Uhr vorgezogen, was auch fast alle pünktlich schafften. Fast deshalb, weil Eric Gueye erst um 9:05 Uhr unter dem Applaus der Mannschaft zum Bus sprintete. Wer dachte, dass die Situation nicht lustiger werden konnte, lag falsch. Nach Eintreten in den Bus bemerkte er, dass über der Sportleggins die passende kurze Hose noch im Zimmer lag. So machte sich Eric unter dem schallenden Lachen der Teamkollegen wieder auf den Weg ins Hotel, um sich fertig anzuziehen. Ein etwas anderer Start in den Tag… Auf dem Platz ging es dann aber wieder konzentriert zur Sache. Nach einer kurzen Passform ging es um schnelle Abschlüsse in Überzahlsituationen, bei denen einige sehenswerte Tore zustande kamen.

Den ersten (und einzigen) freien Nachmittag hatten die Kleeblätter sich damit redlich verdient. Als Belohnung für die harten Trainingseinheiten ging es für die Spieler in den Spa-Bereich des Hotels, inklusive dringend benötigter Massage. Manch einer statte dem nahegelegenen Strand dann noch einen Besuch ab, obwohl die türkische Sonne sich an diesem Tag etwas zierte. Währenddessen statteten Trainer, Staff und Medienteam einem Ligakonkurrenten beim Testspiel gegen Lok Leipzig einen kleinen Besuch ab. Man muss ja schließlich vorbereitet sein… Zum Anpfiff der zweiten Hälfte war dort, ähnlich wie schon am Mittwoch, wieder der plötzliche Nebel aus dem Lok-Block aufgestiegen, über den sich der örtliche Platzwart überraschenderweise wenig freute. Aber gegen plötzliche Änderungen der Wetterverhältnisse sind einem halt die Hände gebunden…

Donnerstag, 15. Januar – Tag 3

Nach dem kräftezehrenden Testspiel am Vorabend war die Stimmung am Frühstückstisch noch etwas verschlafen. Das sollte sich allerdings schnell ändern. Pünktlich um 9:30 Uhr bat Sebastian Gunkel zur ersten von zwei Trainingseinheiten an diesem Tag. Nachdem man nach ein paar lockeren Aufwärmübungen wieder auf Betriebstemperatur war, wurde der Ehrgeiz geweckt. In Zweierteams ging es in ein vor allem von Spaß geprägtes Fußball-Tennis-Turnier, bei dem sich das Duo aus Moritz Stoppelkamp und Simon Ludwig als Sieger durchsetzten. Ein kleines Highlight-Reel von Team „Atze & Stoppel“ gibt es in Kürze auf den rot-weißen Social-Media-Kanälen zu sehen. In der Mittagspause hatte vor allem das Physioteam im wahrsten Wortsinn alle Hände voll zu tun, um die mittlerweile doch etwas schweren Beine wieder zu lockern. Wer nicht gerade auf der Massageliege Platz nahm, suchte sich ein gemütliches Örtchen, um die auch am heutigen Tag wieder angenehm warme Mittagssonne zu genießen. Am Nachmittag ging es dann sportlich weiter. Die Torhüter wurden bei ihrer Einheit von Athletiktrainer Kai Pauseback unterstützt, der bei einer Flankenübung als Stürmer seine Abschlussqualitäten unter Beweis stellen konnte, oder es zumindest versuchte (Spaß Kai, hast du super gemacht 😉). Der Rest der Mannschaft absolvierte derweil mehrere Passübungen und konnte das frisch erlernte in der abschließenden Spielform direkt in die Praxis umsetzen.

Am Abend wartete dann das mit großer Vorfreude erwartete Fantreffen im Hotel. Nach ein paar warmen Begrüßungsworten von RWO-Geschäftsführer Maximilian Gregorius, Cheftrainer Sebastian Gunkel und Kapitän Nico Klaß mischten sich Spieler und Trainerteam unter die Fans in der sehr gut gefüllten Hotelbar. In gemütlicher Atmosphäre wurde gequatscht, gelacht und fleißig Unterschriften gesammelt. Außerdem zeigten einige Fans und Spieler auch ihr Können an der Tischtennisplatte. Unter dem Strich ein gelungener Abend für Fans und Mannschaft!

Mittwoch, 14. Januar – Tag 2

Ab 7 Uhr in der Früh trudelten nach und nach Spieler und Trainer zum Frühstück in den Speisesaal. Dank der großen und reichhaltigen Auswahl konnte sich das Team dann schon um 9:15 Uhr gut gestärkt auf den Weg zum Trainingsplatz machen. Nach einem lockeren Anschwitzen standen wenige Stunden vor dem Testspiel gegen Lok Leipzig vor allem das defensive und offensive Verhalten bei Standardsituationen und Abschlüsse auf dem Plan. Auch das Torhüter-Trio um Trainer Krystian Kalinowski hatte trotz (oder gerade wegen?) der vorherigen Krafteinheit im Fitnessraum viel Spaß. Hätte das anwesende Medienteam ein Kaltgetränk für jeden Ausruf „Hast du den drauf???“ gereicht bekommen, wäre der Tag für das Team hinter dem Team vermutlich schon gegen 11 Uhr gelaufen gewesen…

In der wohlverdienten Mittagspause nutzte die rot-weiße Reisegruppe dann das zumindest kurzzeitig frühlingshafte Wetter, um sich entweder auf der Hotelanlage oder dem nahegelegenen Strand ein wenig zu erholen. Um 15:30 Uhr ging es dann sowohl für die Mannschaft als auch die Fans in den sechs Kilometer entfernten Side Star Sport Complex zum Testspiel gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig. Trotz einer ordentlichen Leistung mussten sich die Kleeblätter am Ende mit 1:3 geschlagen geben. Cheftrainer Sebastian Gunkel zeigte sich dennoch zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Vor allem im ersten Durchgang hatten wir eine gute Struktur in unserem Spiel, die uns nach der Pause durch die vielen Wechsel ein bisschen abhandengekommen ist.“ Was Luca Schlax und Neuzugang Tim Krohn zum Spiel zu sagen hatten, lest ihr hier.

Dienstag, 13. Januar – Tag 1

Bereits um 5 Uhr in der Früh hieß es für die rot-weiße Reisegruppe: Treffpunkt am Stadion Niederrhein und auf zum Düsseldorfer Flughafen. Dort angekommen wurden die Kleeblätter bereits von den ersten RWO-Fans lautstark in Empfang genommen, ein gelungener Hallo-Wach-Effekt für die teilweise noch sehr müden Augen.

Nach längerem Check-In ging es mit einer leichten Verspätung von 30 Minuten in Richtung Antalya. Der Pilot hatte scheinbar einen guten Tag erwischt oder wusste, welches Team er hinter sich im Passagierraum hatte und flog die Verzögerung problemlos wieder raus. So hieß es zum zweiten Mal an diesem noch frühen Tag: Alle Mann in den Bus. Nach einer weiteren Stunde Fahrt war das Ziel endlich erreicht und unter dem Jubel der bereits angereisten RWO-Fans liefen die Rot-Weißen ins Hotel ein.

Zeit zum Ausruhen von den Reisestrapazen blieb aber nicht. Die Koffer wurden schnell in der Lobby zwischengelagert, denn das Hotel hatte für einen kleinen Mittagstisch gesorgt, der für den einen oder anderen um 15:30 Uhr Ortszeit vermutlich eher ein verspätetes Frühstück war. Kaum waren die Teller leer geputzt, war auch schon wieder Zeit für den nächsten Einstieg in den Bus. Schließlich sind die Kleeblätter ja nicht zum Urlaub machen in die Türkei gereist.

So bat Cheftrainer Sebastian Gunkel seine Schützlinge um 16:45 Uhr zur ersten Trainingseinheit. Während die Jungs auf dem Rasen bei zunächst lockeren Übungen mit dem Ball und später intensiveren Passeinheiten ins Schwitzen kamen, ärgerte sich das Team hinter dem Team in großen Teilen derweil darüber, nicht doch die dickere Jacke mitgenommen zu haben. Denn der erwartete Frühlingseinbruch in Side ließ bei 8 Grad und teilweise eisigem Wind doch noch auf sich warten. Aber immerhin: Der türkische Wetterfrosch sagt aktuell 16 Grad für Mittwoch voraus. Eine gute Nachricht für alle die, die „nur“ am Seitenrand stehen.

Den Abend ließ das Team dann gemütlich ausklingen. Es gilt Kräfte zu sammeln und gut zu regenerieren, denn Tag zwei hat es in sich: Nach der Trainingseinheit am Morgen wartet nachmittags der 1.FC Lokomotive Leipzig zum Testspiel auf die Kleeblätter.