"Uns hat der Mut gefehlt"
Nach dem 2:2-Unentschieden im Heimspiel gegen die Zweitvertretung des FC Schalke 04 standen Tim Krohn, Spielführer Pierre Fassnacht und Cheftrainer Sebastian Gunkel zum Gespräch bereit.
Wir sind sehr schlecht ins Spiel gekommen und gehen verdient in Rückstand.
Stürmer Tim Krohn sah vor allem im ersten Durchgang keine gute Leistung seines Teams: „Wir sind sehr schlecht ins Spiel gekommen und gehen verdient in Rückstand. Kurz vor der Pause gelingt uns dann mit der ersten Chance der Ausgleich, der eigentlich genau zur richtigen Zeit kam. Trotzdem verschlafen wir aber auch die ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff und fangen uns folgerichtig den zweiten Gegentreffer. Am Ende muss man aber auch hervorheben, dass wir uns in der letzten halben Stunde wirklich den Arsch aufgerissen haben und nach dem erneuten Ausgleich auch noch den Siegtreffer erzielen wollten. Unter dem Strich ist es dann aber auch ein leistungsgerechtes Unterschieden.“
Trotzdem muss man auch sagen, dass wir nach 45 Minuten glücklich mit 1:1 in die Kabinen gehen.
Kapitän Pierre Fassnacht lobte vor allem die Moral der Mannschaft: „Ich muss den Jungs erstmal ein Kompliment machen, dass wir Moral bewiesen haben, nach dem doppelten Rückstand zurückgekommen sind und am Ende sogar auf den Sieg gedrängt haben. Trotzdem muss man auch sagen, dass wir nach 45 Minuten glücklich mit 1:1 in die Kabinen gehen. Nach den 90 Minuten müssen wir aber mit dem Punkt leben und werden nächste Woche in Köln wieder Gas geben.“
Vor allem nach dem guten Spiel in Dortmund müssen wir uns schon fragen, warum wir nicht mit mehr Selbstvertrauen und Mut in die Partie gehen.
Cheftrainer Sebastian Gunkel sagte auf der Pressekonferenz: „Vor allem nach dem guten Spiel in Dortmund müssen wir uns schon fragen, warum wir nicht mit mehr Selbstvertrauen und Mut in die Partie gehen. Schalke ist deutlich besser im Spiel gewesen, geht verdient in Führung und wir kommen dann doch relativ glücklich zum Ausgleich. Wenn man die reinen Chancen in der Anfangsphase betrachtet, hätten die Schalker zur Pause schon deutlich höher führen können. Mit dem 1:1 im Rücken wollten wir mit Wiederanpfiff ein anderes Gesicht zeigen, wieder fehlt uns in dieser Phase aber das Selbstverständnis, das uns sonst immer auszeichnet. Erst nach dem erneuten Ausgleich kam der Mut zurück in unser Spiel und von da an hat man auch ganz gut gesehen, was möglich ist. In der Schlussphase wollten dann beide Teams unbedingt den Sieg und haben mit offenem Visier gespielt. Am Ende müssen wir uns aber mit dem Sieg zufrieden geben, da wir mit dieser Leistung einen Sieg wohl nicht verdient gehabt hätten, so ehrlich müssen wir sein.“
