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RWO II
Dienstag, 10.03.2026 10:27 Uhr

RWO Zwei dreht 0:2-Rückstand und feiert Auswärtssieg

Am Sonntagmittag um 13 Uhr stand für RWO Zwei das nächste Meisterschaftsspiel an. Die Mannschaft von Cheftrainer Günter Abel war bei der zweiten Mannschaft von Sterkrade 06/07 zu Gast. Am Ende setzten sich die Kleeblätter nach einer spektakulären Schlussphase mit 3:2 durch.

Bis zur 40. Minute entwickelte sich eine Partie mit Vorteilen für die Gastgeber. Vieles spielte sich im Mittelfeld ab, und die Rot-Weißen fanden zunächst kaum Zugriff auf das Spiel. Die größte Chance für RWO hatte Angjellos Bezoti, der aus 16 Metern abzog, aber am stark parierenden Sterkrader Schlussmann scheiterte. Auf der anderen Seite zeigte auch Kevin Luft seine Klasse und entschärfte zwei gefährliche Abschlüsse in großer Torwartmanier.

Eine Standardsituation brachte dann einen komplett neuen Spielverlauf. In einem Zweikampf am eigenen Strafraum griff der Schiedsrichter zur Pfeife und zeigte Nico Schneider die Rote Karte – sein Urteil: Ellenbogeneinsatz gegen den Gegenspieler. Die Rot-Weißen mussten also fortan in Unterzahl weiterspielen.

Kurz vor der Pause nutzten die Gastgeber diese Situation aus. In der 43. Minute segelte ein Eckball in den Strafraum und fand irgendwie direkt den Weg ins Tor – 1:0 für Sterkrade 06/07. Mit diesem Rückstand ging es in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel stellte RWO einige Positionen um und wollte ein anderes Gesicht zeigen. Die Kleeblätter wurden offensiver und erspielten sich nun ein Chancenplus, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor.

In der 57. Minute folgte dann der nächste Rückschlag – und eine Szene, die für viel Unverständnis sorgte. Nachdem der Schiedsrichter zunächst wegen Abseits gepfiffen hatte, spielte RWO-Torhüter Kevin Luft den rollenden Ball weiter zu Marcel Parak, der den Ball positionierte und den Freistoß ausführen wollte. Plötzlich ertönte erneut ein Pfiff – Elfmeter für Sterkrade wegen Handspiels. Für die Rot-Weißen eine kaum nachvollziehbare Entscheidung. Der Strafstoß wurde verwandelt, und Sterkrade erhöhte auf 2:0.

Jetzt blieb den Rot-Weißen nur noch eine Option: alles nach vorne werfen. Trotz Unterzahl erspielte sich RWO immer wieder Möglichkeiten, doch im Abschluss fehlte zunächst die letzte Konsequenz.

Bis zur 83. Minute – dann begann ein kleines Fußballmärchen.

Nach einem Eckball brachte Blonzo Tsapbeng per Kopf den Ball in den Fünfmeterraum, wo Chris Harder zur Stelle war und den Ball eiskalt in die lange Ecke drückte. Beim anschließenden Gerangel um den Ball zeigte der Schiedsrichter einem Sterkrader Spieler wegen Beleidigung ebenfalls die Rote Karte – plötzlich waren wieder beide Teams gleichauf, und RWO witterte seine Chance.

Nur drei Minuten später kam der Ball am Strafraum zu Florian Abel, der nicht lange zögerte und mit voller Überzeugung abzog – 2:2. Die Rot-Weißen glaubten nun an das Unmögliche und drückten weiter nach vorne. Wieder nur drei Minuten später nahm erneut Florian Abel den Ball am Sechzehner an und zog ab – 3:2 für RWO.

Was folgte, war pure Ekstase. Die komplette Mannschaft und die Ersatzbank stürmten auf den Doppeltorschützen zu. Mit seinem Treffer sicherte Abel nicht nur den unglaublichen Auswärtssieg, sondern erzielte gleichzeitig auch das 100. Saisontor für die Kleeblatt-Elf. Nach fünf Minuten Nachspielzeit ertönte schließlich der erlösende Schlusspfiff.

Für Cheftrainer Günter Abel war die Sache nach dem Spiel klar:

„Wir lagen bis zur 83. Minute 0:2 zurück und gehen nach 90 Minuten als Sieger vom Platz. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“

Auch Daniel Schliwa ordnete die Partie mit einem Lächeln ein:

„Von solchen Spielen lebt doch der Fußball. Und wenn man solche Spiele dann noch gewinnt, dann gehört man auch an die Tabellenspitze. Die Kiste Bier nach dem Spiel ging auf mich.“

Weiter geht es am kommenden Freitag um 20:00 Uhr mit dem nächsten Heimspiel. Zu Gast ist dann SV Bottrop 1911.