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Foto: Fynn Graebe

RWO II
Dienstag, 21.04.2026 13:13 Uhr

Spätes Gegentor bringt ein Wechselbad der Gefühle

Am Samstagabend stand das letzte Topspiel der laufenden Kreisliga-B-Saison auf dem Programm. Mit GW Holten war der engste Verfolger zu Gast – und am Ende blieb für die Rot-Weißen ein ernüchterndes 1:1-Unentschieden, das sich wie eine Niederlage anfühlte.

Punkt 19:00 Uhr ertönte der Anpfiff vor über 300 Zuschauern, und die Gäste aus Holten erwischten den besseren Start. In den ersten 20 Minuten erspielten sie sich gleich drei hochkarätige Chancen, doch RWO konnte sich einmal mehr auf Kevin Luft verlassen, der mit starken Paraden die Null festhielt. Erst danach fanden die Rot-Weißen besser in die Partie, standen kompakter und übernahmen zunehmend die Kontrolle.

In der 34. Minute folgte dann die Führung: Nach einem mustergültigen Konter verlagerte Moritz Wegener das Spiel mit einem präzisen Diagonalball auf Philipp Klempel. Dieser setzte sich stark im Strafraum durch und legte perfekt zurück auf den mitgelaufenen Wegener, der eiskalt zum 1:0 vollendete.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein völlig anderes Bild. RWO II dominierte die Partie, erspielte sich eine Vielzahl an Großchancen und drängte mit Nachdruck auf das zweite Tor. Doch entweder scheiterte man am stark aufgelegten Holtener Schlussmann oder am Aluminium. Der Druck war enorm – die Entscheidung lag in der Luft, fiel aber nicht.

Dann kam die 95. Minute – und mit ihr die bittere Wendung. Nach einem Freistoß für RWO bot sich eigentlich die Möglichkeit, die letzten Sekunden clever herunterzuspielen. Stattdessen spielten die Rot-Weißen einen riskanten Querpass, der direkt beim Gegner landete. Ein schneller Diagonalball fand den Außenspieler der Gäste, der eiskalt zum 1:1-Ausgleich traf. Kurz darauf ertönte der Schlusspfiff.

„Die ersten 20 Minuten haben wir Holten zu viel Raum gegeben. Danach hatten wir das Spiel im Griff. In der zweiten Halbzeit erspielen wir uns eine Großchance nach der anderen – darüber ärgere ich mich am meisten. Machst du das 2:0, geht das Spiel ganz anders aus. So ist es, wie es kommen musste: Wir werden bestraft. Einfach ein dämliches Unentschieden“, zeigte sich Trainer Abel sichtlich verärgert.

Auch Daniel Schliwa fand klare Worte: „Ein später Ausgleich fühlt sich immer wie eine Niederlage an. Trotzdem hat sich für uns nichts geändert – für mich war das heute der Aufstieg. Ein Lob an Holten, die ein starkes Spiel gemacht haben. Ich kann ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen, warum dort für die neue Saison eine Umstrukturierung geplant ist. Für uns gilt es jetzt, die Fehler aufzuarbeiten und noch einmal eine Schippe draufzulegen. So ein Spiel musst du am Ende einfach gewinnen.“

 

Trotz des bitteren Punktverlusts behalten die Rot-Weißen weiterhin einen komfortablen Vorsprung von acht Punkten an der Tabellenspitze.

Weiter geht es am kommenden Sonntag um 15:30 Uhr auswärts bei der dritten Mannschaft von Arminia Klosterhardt.