Aufstiegsreform nimmt Fahrt auf: „Werden nicht nachlassen“
Es bewegt sich etwas: Die Diskussion um eine Reform des Aufstiegs aus den Regionalligen nimmt richtig Fahrt auf. Nach Monaten intensiver Gespräche und wachsendem Druck aus den Vereinen gibt es eine konkrete Perspektive für eine neue Aufstiegsregelung. Rot-Weiß Oberhausen hat die Initiative „Aufstiegsreform" dabei maßgeblich vorangetrieben. Vorstandsvorsitzender Marcus Uhlig begrüßt den eingeschlagenen Weg, macht aber deutlich, dass weiter für den Erfolg gekämpft werden muss.
Das DFB-Präsidium hat am 11. September die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer Neuregelung des Regionalliga-Aufstiegs auf den Weg gebracht. Demnach wird am 18. Dezember 2026 ein außerordentlicher DFB-Bundestag stattfinden, auf dem über eine Reform entschieden wird.
Im Mittelpunkt der aktuellen Diskussion steht dabei weiter das Kompass-Modell, hinter dem auch der DFB steht. Damit liegt eine konkrete Variante auf dem Tisch, über die in den kommenden Monaten weiter beraten wird. Für einen entsprechenden Beschluss ist beim außerordentlichen DFB-Bundestag eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.
Die Initiative steht geschlossen hinter dem nun eingeschlagenen Weg und wird sich weiterhin konstruktiv in den Reformprozess einbringen. Besonderer Dank gilt dabei dem Deutschen Fußball-Bund und DFB-Präsident Bernd Neuendorf für die Einleitung der notwendigen Schritte und die damit geschaffene Perspektive auf eine verbindliche Entscheidung. Wichtig ist, gemeinsam mit allen Beteiligten eine mehrheitsfähige und langfristig tragfähige Lösung zu entwickeln. Das Regionenmodell entspricht diesen Anforderungen nicht, weshalb dieses von den Vereinen der Initiative weiterhin klar abgelehnt wird.
Marcus Uhlig, Vorstandsvorsitzender von Rot-Weiß Oberhausen, begrüßt den eingeschlagenen Weg, ergänzt jedoch, dass das angestrebte Ziel noch nicht erreicht ist.
Wir werden nicht nachlassen, zusätzliche Unterstützer für die Initiative Aufstiegsreform zu finden und das Thema insgesamt im öffentlichen Raum präsent zu halten
„Wir sind noch nicht am Ziel, aber vor allem durch die Initiative von DFB-Präsident Bernd Neuendorf einen großen Schritt weitergekommen. Wir begrüßen insbesondere die Klarheit in seinen Aussagen im Hinblick auf das Kompass-Modell mit zwanzig Teams pro Liga. Nun gilt es für alle Beteiligten, sowohl die inhaltliche wie auch die zeitliche Schiene konsequent weiterzugehen. Wir werden nicht nachlassen, zusätzliche Unterstützer für die Initiative Aufstiegsreform zu finden und das Thema insgesamt im öffentlichen Raum präsent zu halten“.
Der Weg bis zu diesem Punkt war lang. Am 12. Februar 2025 hatten sich zunächst 17 Vereine aus der Regionalliga Nordost in Chemnitz zusammengeschlossen und die Initiative „Aufstiegsreform“ ins Leben gerufen. Ausgangspunkt war die seit Jahren bestehende Ungleichbehandlung beim Aufstieg aus den fünf Regionalligen in die 3. Liga.
Die jüngsten Entwicklungen zeigen: Der gemeinsame Einsatz hat Wirkung gezeigt. Die Reform des Regionalliga-Aufstiegs steht konkret auf der Agenda und mit dem geplanten außerordentlichen DFB-Bundestag gibt es einen Weg zu einer verbindlichen Entscheidung.
Die Initiative „Aufstiegsreform“ wird diesen Prozess deshalb weiterhin aktiv, kritisch und konstruktiv begleiten. Der Druck der vergangenen Monate hat Bewegung geschaffen. Jetzt muss aus dieser Bewegung eine verbindliche Veränderung werden.
