Kesim mit Freistoßtor, Süne zaubert – RWO schlägt Paderborn
Rot-Weiß Oberhausen hat am 11. Spieltag der Regionalliga West den siebten Ligasieg in Serie eingefahren und den SC Paderborn II mit 4:0 (2:0) geschlagen.
Bereits vor dem Anpfiff verwandelten die Oberhausener Fans das Stadion Niederrhein in einen Hexenkessel und auch an diesem Spieltag gab es in der rot-weißen Festung für den Gegner nichts zu holen.
RWO agierte in der Anfangsphase hochkonzentriert und ließ den Ball gut in den eigenen Reihen laufen. Nach 13 Minuten sorgte Alexander Mühling für den ersten Abschluss. Nach Ablage von Timur Kesim fasste sich Mühling ein Herz und schoss den Ball aus rund 18 Metern über den gegnerischen Kasten.
Zum ersten Mal klingelte es in der 19. Minute im Tor der Paderborner. Nachdem Luca Schlax den Ball eroberte und von Jakob Kuntze nur durch ein Foul gestoppt werden konnte, gab es einen Freistoß für die Kleeblätter aus guter Position. Kesim nahm den ruhenden Ball aus rund 17 Metern direkt. Oberhausens Top-Torjäger schlenzte den Ball rechts an der Mauer vorbei und ließ Keeper Florian Pruhs dabei keine Abwehrchance.
In der Folge drehten die Rot-Weißen weiter auf. Dank einer starken Leistung der defensiven Dreierkette rund um Kapitän Nico Klaß, Tim Böhmer und Pierre Fassnacht ließen die Hausherren bis auf einen Distanzschuss von Shkrep Stublla (25.) nichts zu. In der 28. Minute legte Schlax auf Donkor ab, der die Kugel über den Spann rutschen ließ und das Ziel aus der Distanz nur haarscharf verfehlte.
Die Oberhausener zauberten weiter: Mühling bediente Arda Süne in der 34. Minute mit einem Zuckerpass. Dieser zog daraufhin mit Tempo in die Box und gab ab auf Kesim, dessen Schuss im letzten Augenblick geblockt werden konnte. Auch Lucas Halangk leitete mit seinen Aktionen immer wieder Vorstöße ein.
Vier Minuten später machte es Süne dann selbst: Nach einem flachen Ball von Donkor über die rechte Seite in die Gefahrenzone kam Süne am zweiten Pfosten frei zum Abschluss und erhöhte kompromisslos auf 2:0. Kurz vor dem Pausenpfiff versuchten es die Paderborner noch einmal mit einem Vorstoß, aber dank Klaß war für Lucas Kiewitt am Sechzehner Schluss.
Süne und Donkor zaubern weiter
Kurz nach dem Seitenwechsel kam Klaß nach einer Ecke von Mühling zum Kopfball, aber das Leder ging über den Kasten. Zehn Minuten später legte RWO jedoch nach: Nach einer Flanke von Donkor nahm Süne den Ball in der Mitte stark an, zog ab und hämmerte das Leder links oben ins Netz.
Zwei Minuten später bediente Süne Donkor mit einer Flanke an den zweiten Pfosten, die Donkor per Volley zum 4:0 verwertete. Somit schnürte Süne nicht nur einen Doppelpack, sondern steuerte auch noch einen Assist bei.
Danach konnte sich Schlussmann Nicolas Glaus auszeichnen. Jan Peters schickte Alan Somolinos in den Strafraum. Dieser visierte das kurze Eck an, aber Glaus war auf dem Posten, machte die Ecke zu und verhinderte somit den Gegentreffer.
In der 66. Minute brachte Cheftrainer Sebastian Gunkel mit Burinyuy Nyuydine und Max Meyer für Timur Kesim und Luca Schlax zwei frische Kräfte ins Spiel. Somit feierte Meyer nun auch in der Liga sein Debüt für seinen Jugendverein.
RWO hatte trotz der vier Tore noch nicht genug. In der 71. Minute suchte Süne aus 18 Metern den Abschluss, jedoch war der Ball zu zentral platziert und somit kein Problem für den gegnerischen Torhüter.
Fünf Minuten später kamen Yassir Atty und Yannik Möker für Mühling und Donkor in die Partie. Wenige Minuten später hatte Atty die nächste Gelegenheit. Nach einem langen Ball von Böhmer zog Atty von rechts in die Box, scheiterte jedoch mit seinem Versuch am herausstürmenden Pruhs.
In der Schlussphase wurde Justus Henke für Fassnacht eingewechselt und kurz vor Schluss hatten die Rot-Weißen noch einmal gute Chancen. Zuerst verpasste Süne den Dreierpack nur ganz knapp, als sein Schuss von außerhalb des Sechzehners knapp am Tor vorbeirauschte. Kurz darauf legte Nyuydine auf Meyer ab, der aus zentraler Position zum Abschluss kam. Der Ball wurde jedoch von einem Paderborner entscheidend geblockt.
Somit blieb es beim 4:0-Heimerfolg für den Spitzenreiter, der sich den siebten Ligasieg in Serie durch diesen starken Auftritt mehr als verdient hat.
Rot-Weiß Oberhausen
1. Mannschaft
SC Paderborn
2. Mannschaft
